Chronik

Eishockey in Regen seit 1980

Eishockey wird in Regen seit der Eröffung der Franz Zwiebel Eissporthalle im Jahre 1980 gespielt. Im ersten Jahr war man noch relativ unorganisiert und nahm auch noch nicht an einer Meisterschaftsrunde teil. Am 4.4.1981 wurde dann der Eis- und Rollsport Club Regen e.V. (ERC Regen) gegründet. Vorstände waren damals Herr Gernod Schubert und Herr Franz Hinkhofer (Pächter der Gaststätte im Eisstadion). In der Saison 1981/82 stellte man erstmals eine Mannschaft, die am Spielbetrieb in der Landesliga teil nahm. Davor hat man die Zeit wohl mit pokern verbracht.

1982/82 spielte der ERC Regen in der Landesliga wo man auch gegen den damals aus der 2. Bundesliga abgestiegenen Deggendorfer SC antreten musste. In dieser Saison wurden auch die ersten “auswärtigen” Spieler verpflichtet (Max Steiniger vom ESC Vilshofen und Robert Steinmann vom EV Dingolfing). Trainiert wurde die Mannschaft damals von Heikki Melkko der zuvor beim Deutschen Eishockey Bund als Bundesjugendtrainer arbeitete. In dieser Saison konnte auch erstmals eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb angemeldet werden. Aus dieser Jugendmannschaft sind auch heute noch einige Spieler für den ERC Regen aktiv (Ralf Reichenberger, Stefan Pledl).
In der Saison 83/84 musste der ERC gegen so namhafte Gegner wie Hedos München (später 1. Bundesliga und Deutscher Meister) antreten konnte aber den Anschluss an das Niveau der Landesliga noch immer nicht schaffen und belegte immer noch einen Platz im hinteren Tabellendrittel.

In der Saison 84/85 verstärkte man sich massiv mit Spielern aus Deggendorf (Stefan Kuchenreuther, Josef Fischl, Kurt Regner, Uwe Rank, Peter Scheubeck, Mike Thoma Thomas Steiniger Werner Bröhmer) und versuchte auf diese Weise den Anschluß an das Niveau der Landesliga zu gewinnen. Damals war eine deutliche Leistungssteigerung zu verspüren und man fand sich am Ende der Saison im Tabellenmittelfeld wieder.

In der Saison 85/86 konnte man noch einmal neue Spieler aus Deggendorf verpflichten. Neu zum ERC waren damals Alexander Suttner, Ewald Procher, Klaus Hofbauer, Robert Jakob und Spielertrainer Jochen Ferstl gestoßen. In dieser Saison schaffte der ERC Regen den Anschluß an die anderen Mannschaften in der Landesliga und konnte mit dem Gewinn der Bayerischen Landesligameisterschaft den bis zu diesem Zeitpunkt größten Erfolg in der Vereinsgeschichte verbuchen. Mit dem erlangen der Meisterschaft war man auch gleichzeitig für die Bayernliga qualifiziert.

In der darauffolgenden Saison (86/87) spielte man dann erstmals in der Bayernliga. Trainiert wurde das Team damals von Adi Klier (ehemaliger DDR Nationalspieler) der auf das alle Spieler aus dem Vorjahr und die Neuzugänge Peter Bauer (EHC Straubing) Reinhold Mutzl (ESC Vilshofen/Deggendorf), Petr Musil (CSSR) Bernhard Müller (EC Deggendorf) und Torhüter Volker Wittmann (EHC Straubing) zurückgreifen konnte. Nach einem sehr missglückten Saisonstart trat Klier jedoch von seinem Amt zurück und Jochen Ferstl übernahm wie schon im Jahr zuvor das Amt des Spielertrainers. Am Saisonende reichten die gewonnenen Punkte jedoch nicht aus und der ERC Regen verpasste den Ligenerhalt um nur einen Punkt.

In der Saison 87/88 trat man wieder in der Landesliga an. Trainiert wurde die Mannschaft, die nun wieder vorwiegend aus eigenen Nachwuchspielern bestand, von Kurt Schloder, Bruder des langjährigen Kapitäns der Deutschen Eishockey Nationalmannschaft Alois Schloder. Als Neuzugänge hatte man Karel Dadek (Torhüter Straubing/Dingolfing) Andreas Hering (EHC Straubing) und Christian Scholz (Deggendorf) auf der Spielerliste. Sportlich konnte man nach dem „Neuaufbau“ jedoch noch nicht an die Erfolge aus den vergangenen Jahren anknüpfen und konnte nicht mit den Spitzenteams in der Liga mithalten.

88/89 trat man erneut in der Landesliga an und konnte auch wieder eine Nachwuchsmannschaft zum Spielbetrieb melden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wo man ohne Trainer war konnte dann noch Jochen Ferstl als Trainer verpflichtet werden. Zur Mitte der Saison stießen dann noch Andreas Hering (Rückkehrer aus Regensburg) Uwe Mutzl (wieder reaktiviert) und die Gebrüder Sepp und Jürgen Schlögl (beide Regensburg) zur Mannschaft.

In der Saison 89/90 spielten dann auch die ersten Ausländer beim ERC Regen (Jiri Vichereick und Miroslav Sedlar). Durch eine Neueinteilung der Landesliga blieben nur noch der ESV Gebensbach und der ERC Regen aus der alten Landesliga Gruppe II übrig und man musste teilweise weite Wege auf sich nehmen (Bad Kissingen, Haßfurt, Erkersreuth) um zu den Auswärtsspielen zu gelangen. Sportlich konnte man mit den Mannschaften aus dem bayerischen Norden nicht mithalten und belegte nur einen hinteren Tabellenplatz.

90/91 konnte als Trainer Robert Jakob vom Deggendorfer EC verpflichtet werden. Einige neue Spieler verstärkten damals das Team des ERC Regen (Jaroslav Rybak aus Klattau CSSR, Torhüter Uwe Hendrix, Stephan Berger, eigener Nachwuchs). Zur Saisonmitte konnte mit Milan Vagner (Skoda Pilsen, EHC Wernau) noch ein zweiter Ausländer verpflichtet werden. Auf Grund der Leistungen diese Ausländergespanns gewann das Eishockey in Regen wieder einen höheren Stellenwert.

In die Saison 91/92 startete man mit einem mehr oder weniger unveränderten Kader. Milan Vagner wurde durch Jiri Kobcik abgelöst. Als Saisonziel setzte man sich damals einem Mittelplatz in der Landesliga. Zur Saisonmitte konnte man dann die wohl auch heute noch in Regen bekannten tschechischen Spieler Zdenek Pata und Martin Benes verpflichten, die für einen gewaltigen Aufschwung im Regener Eishockey sorgten. Am Saisonende belegte man den zweiten Platz, nahm an der Aufstiegsrunde zur Bayernliga teil und schafte auch den Aufstieg.

Da in der Bayernligasaison 92/93 Robert Jakob als Trainer nicht mehr zur Verfügung stand, konnte man durch die guten Kontakte ins Nachbarland CSSR mit Frantizek Sneeberger einen sehr kompetenten Mann an Land ziehen, der mit der Mannschaft den Ligaerhalt schaffen sollte. In der Qualifikationsrunde konnte dann erstmals auch der Erhalt der Bayernliga geschafft werden.

1993/94 hatte man sich für das zweite Jahr der Bayernligazugehörigkeit in Folge noch einmal mit neuen Spielern verstärkt. Neu im Tor Robert Engl aus Deggendorf und in der Verteidigung Peter Penc aus Regensburg. In diesem Jahr nahm auch erstmals eine 1b-Mannschaft des ERC Regen am regulären Meisterschaftsspielbetrieb (Bezirksliga) teil. Der Eishockeysport in Regen hatte zu dieser Zeit wohl seinen Höhepunkt erreicht und zeitweise sogar mehr Zuschauerzuspruch als die Gewichtheber des TSV Regen, die damals in der 1. Bundesliga waren. Auch in dieser Saison konnte in der Qualifikationsrunde den Ligaerhalt geschafft werden und man war somit für das dritte Jahr in Folge für die Bayernliga qualifiziert.

In der Saison 1994/95 mußten wichtige Positionen neu besetzt werden. Sowohl der tschische Trainer Frantizek Sneeberger als auch seine beiden Landsmänner Zenek Pata und Martin Benes konnten nicht mehr verpflichtet werden und man mußte sich um einen geeigneten Ersatz umsehen. Der Trainerposten konnte mit Peter Poschadel aus Deggendorf besetzt werden. Die beiden Ausländerstellen wurden mit Milan Razym (ERC Selb/Skoda Pilsen) und Alexander Herdt (UdSSR), der im Jahr zuvor schon einige Male beim ERC als Ersatz für Pata oder Benes eingesetzt wurde, besetzt. Die Abwehr wurde mit Christian Burkhard (EHC Straubing) und Karl-Heinz Binner (Deggendorfer EC) verstärkt und im Sturm kam Uwe Klug (Deggendorfer EC) hinzu. Zur Saisonmitte konnte man Helmut Retzer (ESC Vilshofen) verpflichten. Mit einem 8. Platz in der Meisterschaftsrunde verpasste man nur knapp (2 Punkte) die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Bedingt durch viele Verletzungen konnte man in der Qualifikationsrunde nicht mehr an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen und stieg wieder in die Landesliga ab.

1995/96 trat der ERC dann wieder in der Landesliga an. Das Traineramt übernahm Uwe Klug. Neuzugänge waren Torhüter Markus Fritz (Deggendorf), Klaus Spanner (Straubing/Kagers), Stephan Lermer (Straubing/Kagers) und Rückkehrer Ewald Procher.

Nach einem verpatzten Saisonstart konnte sich der ERC aber doch noch für die Aufstiegsrunde qualifizieren. In der Aufstiegsrunde konnte man sich allerdings nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen und musste in der Landesliga verbleiben.

Nach dem Weggang von Alexander Herdt nach Deggendorf musste die Ausländerstelle in der Saison 1996/97 neu besetzt werden. Mit Jiri Koreis (Skoda Pilsen) landete der ERC Regen wieder einmal ein Glücksgriff. Ebenfalls neu zur Mannschaft waren Christian Mutzl (Rückkehr aus Vilshofen) und Ekkehard Sebald gestoßen. Kories brachte wieder den nötigen Schwung in die Mannschaft und erreichte mit dem ERC einen dritten Platz in der Meisterschaftsrunde. In der Aufstiegssrunde konnte man sich allerdings nicht gegen Bad Aibling, Gendorf und Waldkirchen durchsetzen und musste somit in der Landesliga verbleiben.

In der Saison 2003/04 fasste man den Bayernligaaufstieg ins Auge. Die personell enorm stark besetzte Herrentruppe konnte mannschaftlich aber nicht überzeugen, so dass Trainer Christian Zessack während der Saison abdankte. Als man dann die Aufstiegsrunde knapp verpasste, verließen fast alle auswärtigen Leistungsträger den Verein. Auch mithilfe einiger reaktivierter Oldies konnte der ERC die Play-Downs nicht erfolgreich gestalten und stieg in die Bezirksliga ab.

Um 2004/05 überhaupt eine Seniorenmannschaft im Spielbetrieb melden zu können, haben sich etliche ehemalige Nachwuchsspieler bereit erklärt nach einigen Jahren Pause wieder für den ERC Regen aufs Eis zu gehen. Mit Sascha Werner aus Straubing kann man einen erfahrenen Spieler begrüssen, der die Truppe stabilisiert. Die Mannschaft beginnt mit Trainer Günther Steininger der während der Saison an seinen Nachfolger Emil Rankl übergibt. Mit einem fünften Platz in der Bezirksliga Ost beendet der ERC die Spielzeit im erwarteten Bereich.

2005/06 startet der ERC einen Neuanfang unter dem Beinamen Red Dragons. Ab Dezember beginnen die Dragons mit einer Heimsiegserie bei Punktspielen, die erst zwei Jahre später beendet werden sollte. Mitverantwortlich dafür der neue Mann aus Tschechien: Martin Pouska. Mittels reaktivierter Öffentlichkeitsarbeit und attraktivem Rahmenprogramm findet das Regener Eishockey auch wieder entsprechend großes Interesse beim heimischen Publikum. Erstmals in der Vereinsgeschichte ist ein Spiel des ERC auch bei Donau-TV in einer Fernsehaufzeichnung zu sehen. Überschattet wird die erfolgreiche Spielzeit (Platz 3) vom Tod des 1. Vorsitzenden Josef Berger kurz nach Saisonende.

Unter der Führung des neuen Vorstandes Jürgen Chowanski setzen die Red Dragons auch in der Saison 2006/07 ihren Siegeszug beim Publikum fort, so können bei Spitzenspielen bis zu 500 Zuschauer gezählt werden. Erstmals wird das Josef-Berger-Gedächtnisturnier mit vier Mannschaften durchgeführt, erster Gewinner des Wanderpokals ist der ESV Waldkirchen. Topscorer der Saison wurde mit großem Abstand Martin Pouska vor Neuzugang Markus Brunner. In der Endabrechnung erzielte man einen hervorragenden zweiten Platz.

2007/08 hatte sich die Mannschaft der Red Dragons mit der angestrebten Bezirksligameisterschaft selbst ein hohes Ziel gesteckt. Nach dem überraschenden Abgang von Martin Pouska kurz vor Saisonbeginn und den langfristigen Verletzungen der eingeplanten Neuzugänge musste man aber bereits zu Saisonbeginn einige unerwartete Niederlagen hinnehmen, so dass letztendlich dann Platz drei heraussprang. Neben Tommy Istel, Jan Nemec (CZ) und Stephan Schmidecker wurden nach einigen Jahren Pause auch wieder zwei junge Regener Eigengewächse in den Kader aufgenommen: Karim Baalla und Alexander Simon.

Stand: 20.05.2008

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